Konzeptillustration eines nicht gebrandeten Macs mit sorgfältig angeordneten transparenten Ordnern und einem dezenten Schild; kein PureMac-Screenshot.

PureMac für Mac: Speicher aufräumen ohne große Versprechen

PureMac bündelt App-Deinstallation, die Suche nach Resten und Duplikaten, Speicheranalyse und Mac-Bereinigung in einem kostenlosen Dienstprogramm unter MIT-Lizenz. Wir erklären, was es löschen kann, wann Löschungen endgültig sind und warum der Festplattenvollzugriff mit Bedacht vergeben werden sollte.

Die wichtigsten Punkte
  • PureMac kombiniert Speicheranalyse, App- und Restedatei-Prüfung, Duplikatverwaltung, kategorieweise Bereinigung und grundlegende macOS-Einstellungskontrollen.
  • App-Reste und zusätzliche exakte Duplikate landen im Papierkorb; Kategorie- und geplante Bereinigung, das Leeren des Papierkorbs und manche Systemaktionen können endgültig löschen.
  • Festplattenvollzugriff hilft bei geschützten Orten, ist aber eine sensible Berechtigung. Protection ist kein Virenscanner.
  • Das offizielle Universal-DMG v3.1.0 ist der direkte Installationsweg; die SHA-256-Prüfsumme steht im Artikel.

PureMac ist ein natives macOS-Dienstprogramm, mit dem du Speicher untersuchen, Apps deinstallieren, Überreste finden und ausgewählte Caches bereinigen kannst. Der Vorteil ist die große Funktionsbreite in einer kostenlosen App; der Nachteil: Ein Cleaner kann Daten verändern oder löschen. Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie viel er findet, sondern was jede Aktion konkret tut. Die aktuelle öffentliche Version ist v3.1.0, ein Universal-Build für Intel- und Apple-Silicon-Macs. Das Projekt stellt ein direktes DMG samt Prüfsumme bereit – ein Build aus dem Quellcode ist für normale Nutzer nicht nötig.

Ein Mac-Cleaner ohne Versprechen über wundersame Speichergewinne

PureMac vereint Systembereinigung, App-Verwaltung, Speicheranalyse, Duplikatprüfung und einige macOS-Einstellungskontrollen. Laut Projekt laufen Scans und Bereinigungen lokal und es gibt keine Telemetrie. Die App verspricht weder mehr RAM noch, dass macOS dadurch löschbaren Speicher zwangsweise freigibt.

„Keine Telemetrie“ bedeutet allerdings nicht „keine Netzwerkverbindung“. Die Suche nach Updates für Homebrew-verwaltete Apps und deren Installation nutzen Homebrew und das Netzwerk. Laut Projekt werden bei lokalen Scans keine untersuchten Pfade oder gelöschten Daten an das Projekt übertragen. Das sind zwei unterschiedliche Vorgänge.

Zuerst herausfinden, was Speicher belegt

Space Explorer misst den belegten Speicher innerhalb eines von dir gewählten Ordners. Du kannst Unterordner öffnen und ein Element im Finder anzeigen. Paketdateien werden nicht wie durchsuchbare Ordner aufgeschlüsselt; übersprungene oder nicht zugängliche Elemente werden gemeldet, statt stillschweigend als geprüft zu gelten.

So kannst du große Ordner untersuchen, bevor du dich entscheidest. Ein hoher Speicherverbrauch ist für sich genommen aber keine Lösch-Empfehlung: Projektdateien, Archive und Caches können aus gutem Grund groß sein.

Apps deinstallieren und nach Resten suchen

Der App-Deinstaller durchsucht /Applications und ~/Applications. Eine Zuordnung anhand mehrerer Signale soll passende Einstellungen, Caches, Container und weitere Dateien finden. Die Stufen Strict, Enhanced und Deep unterscheiden sich darin, wie weit die Suche Kandidaten einbezieht.

Diese Zuordnung ist eine Heuristik und kein Beweis, dass jede angezeigte Datei zur App gehört. Prüfe Pfade und Namen vor dem Löschen, besonders im Deep-Modus. Apple-System-Apps werden nicht in der Deinstallationsliste angezeigt.

Orphan Finder durchsucht ~/Library nach Dateien, die Apps zugeordnet sind, die nicht mehr vorhanden sind. Das erleichtert das Auffinden alter Reste, doch ein passender Name oder eine Bundle-ID reicht nicht immer aus, um persönliche Einstellungen oder Daten bedenkenlos zu entfernen.

Exakte Duplikate und ähnliche Fotos getrennt betrachten

Duplicate Finder gruppiert Dateien anhand übereinstimmender Größe und SHA-256-Inhaltshash. Eine geschützte Kopie bleibt pro Gruppe erhalten; ausgewählte zusätzliche Dateien landen nach Bestätigung im Papierkorb. Unmittelbar davor werden Identität und Inhalt erneut geprüft.

Similar Photos ist dagegen ein reines Prüfwerkzeug: Es vergleicht Vorschaubilder anhand visueller Merkmale und zeigt wahrscheinliche Treffer nebeneinander. Ähnlichkeit ist eine Schätzung, deshalb löscht die Funktion keine Fotos. Pro Scan gelten Grenzen von 500 Bildern und 10.000 Verzeichniseinträgen.

Nach Kategorien aufräumen statt einer großen Zahl hinterherzulaufen

Smart Scan prüft unter anderem System- und Benutzer-Caches, Mail-Downloads, Dateien von KI-Apps, Homebrew- und Node-Caches, Docker-Daten und den Papierkorb. Du kannst einen Scan abbrechen und abgeschlossene Kategorien behalten. Ergebnisse lassen sich nach Pfad, Größe oder Alter filtern, sortieren und ausschließen.

Große und alte Dateien werden nie automatisch ausgewählt. Bei der Xcode-Bereinigung bleiben DerivedData, Archive, Simulator-Caches und heruntergeladene Runtimes zunächst ebenfalls abgewählt. Wenn du eine Simulator-Runtime auswählst, kann Apples simctl-Löschbefehl ausgeführt werden.

Filter und dauerhaft gespeicherte Ausschlüsse grenzen spätere Bereinigungen ein, ersetzen aber nicht die Prüfung der ausgewählten Pfade. Eine geplante Bereinigung läuft nach der Aktivierung unbeaufsichtigt. Nutze zunächst manuelle Kontrollen, bis du die Kategorien kennst.

Schutzprüfungen sind kein Virenscanner

Der Bereich Protection kontrolliert macOS-Einstellungen wie Gatekeeper, FileVault, die Anwendungs-Firewall, System Integrity Protection und installierte XProtect-Metadaten. Das ist eine Konfigurationsprüfung, kein Malware-Scanner und keine Garantie für einen sicheren Mac.

Die Leistungsansichten zeigen CPU- und Speicherinformationen, Definitionen von Anmelde- und Hintergrundobjekten sowie lokale Time-Machine-Snapshots. Eine gespeicherte Startdefinition beweist nicht, dass der Prozess gerade läuft; die Größe von Snapshots wird nicht geschätzt.

Festplattenvollzugriff ist eine weitreichende Berechtigung

PureMac bittet um Festplattenvollzugriff, um Orte zu untersuchen, die macOS sonst verbirgt – darunter bestimmte Mail- und Safari-Daten sowie geschützte App-Container. Ohne diese Berechtigung können manche Bereinigungskategorien und Container-Scans unvollständig sein.

Entscheide selbst, ob du der App diesen Zugriff geben möchtest. Damit kann sie mehr lesen; daraus folgt aber weder, dass jeder vorgeschlagene Löschvorgang sicher ist, noch dass du eine Liste ungeprüft auf einmal bestätigen solltest.

Was im Papierkorb landet – und was endgültig verschwinden kann

Bei der App-Deinstallation, dem Entfernen verwaister Dateien und exakter Duplikate wird der Papierkorb deines Benutzerkontos verwendet. Bis du ihn leerst, bleibt eine Wiederherstellung möglich. Bei Duplikaten wird eine Kopie geschützt und die Auswahl vor dem Verschieben erneut geprüft.

Andere Aktionen können endgültig löschen: Kategorien bereinigen, geplante automatische Bereinigung, den Papierkorb leeren, Docker- oder Xcode-Runtimes entfernen, Löschen mit Administratorrechten, lokale Snapshots entfernen und das Kommandozeilenwerkzeug nutzen. Manuelle Abläufe fragen nach einer Bestätigung; eine geplante Bereinigung läuft nach der Einrichtung unbeaufsichtigt. Aktiviere sie erst, wenn du den Umfang verstanden hast.

Neu in v3.1.0

v3.1.0 ergänzt eine Einstellungsseite für Erscheinungsbild, Sprache und Festplattenvollzugriff, eine vom Nutzer gestartete Prüfung auf App-Releases sowie CPU- und Speicherdetails auf Abruf. Außerdem lassen sich DerivedData von XcodeBuildMCP und MobileBuildMCP optional bereinigen; diese Elemente werden in den Papierkorb verschoben und nicht sofort endgültig gelöscht.

Laut Release-Hinweisen ist die App ein Universal-Build für Intel und Apple Silicon, mit Developer ID signiert und von Apple notarisiert. Voraussetzung ist macOS 13 oder neuer. Die Schutzprüfungen bleiben Einstellungskontrollen; Homebrew-Updates betreffen Casks und nicht Apps aus dem App Store.

Die offizielle v3.1.0 herunterladen

Lade das offizielle PureMac-DMG für Version 3.1.0 herunter und vergleiche es mit der auf der Release-Seite veröffentlichten SHA-256-Prüfsumme. Es gibt auch ein ZIP; das DMG ist der direkte Weg per Ziehen in den Programme-Ordner.

printf '%s  %s\n' '910c63cf7dee15c9e48bf2f9ed8b7fa4d28a4b944654472357ede1110f05cfc0' 'PureMac-3.1.0.dmg' | shasum -a 256 -c

Wenn die Prüfsumme stimmt, öffne das DMG und ziehe PureMac in den Programme-Ordner. Die offizielle Version unterstützt Intel- und Apple-Silicon-Macs und setzt mindestens macOS 13 voraus. Für diesen Artikel wurden Release-Datei und veröffentlichte Prüfsumme abgeglichen; das bestätigt die heruntergeladenen Bytes, ist aber keine pauschale Empfehlung, alle Bereinigungsaktionen zu bestätigen. PureMac passt, wenn du Speicher untersuchen, App-Reste prüfen und Entwickler- oder System-Caches gezielt bereinigen möchtest. Beginne mit den Ansichten ohne Löschaktion und lass destruktive Schritte zunächst manuell. Lies vor der Freigabe des Festplattenvollzugriffs auch den Quellcode und die Sicherheitshinweise des Projekts.

Projektübersicht

Lizenz
MIT
Plattform
macOS 13 oder neuer; Universal-Version für Intel und Apple Silicon. Für manche geschützten Bereiche ist Festplattenvollzugriff nötig.
Sprache
Swift, SwiftUI
Geprüfte Version
v3.1.0 (offizielles GitHub-DMG heruntergeladen; SHA-256 und DMG-Integrität am 08.10.2026 geprüft)

Installation

Offizielles PureMac-DMG v3.1.0: https://github.com/momenbasel/PureMac/releases/download/v3.1.0/PureMac-3.1.0.dmg
Release-Hinweise und veröffentlichte Prüfsumme: https://github.com/momenbasel/PureMac/releases/tag/v3.1.0
SHA-256: 910c63cf7dee15c9e48bf2f9ed8b7fa4d28a4b944654472357ede1110f05cfc0

Lizenzübersicht

MIT-lizenziert. Laut Projekt senden lokale Scans weder untersuchte Pfade noch gelöschte Daten; außerdem gibt es keine Telemetrie. Updates für Homebrew-Apps benötigen eine Netzwerkverbindung.