Local-first-Konzeptillustration zu Dokumentenfragen und nachvollziehbaren Zitaten in OpenIntelligence.

OpenIntelligence: Dateien fragen und jede Quelle nachverfolgen

OpenIntelligence erstellt einen lokalen Suchindex über deine Dokumente und antwortet mit überprüfbaren Zitaten. Wir erklären On-Device-Verarbeitung, Apples optionalen Cloud-Pfad und die tatsächlich gemessenen Qualitätsdaten.

Die wichtigsten Punkte
  • Importiert PDFs, Office-Dateien, Code, Text, Bilder, Audio und Video und antwortet mit Zitaten, die direkt zu den Quellpassagen führen.
  • Import, OCR, Indexierung, Suche und Prüfung sollen auf dem Gerät bleiben. Apples Private Cloud Compute ist auf unterstützten OS-Versionen nur für das finale Formulieren nach Zustimmung vorgesehen.
  • Im App Store steht Version 5.3, bei GitHub Releases ist v4.9.0 aktuell. Für die normale Installation ist der App Store der richtige Weg.
  • Für Standard nennt das Projekt 0,410 Exact Match auf 83 QASPER-Fällen; Deep Think und Maximum haben für diesen Benchmark noch keinen Score.

OpenIntelligence stellt eine praktische Frage: Kannst du deinen persönlichen Dateibestand sinnvoll befragen, ohne ihn zuerst zu einem Chatbot hochzuladen? Die App importiert Dokumente, erstellt auf Apple-Hardware einen privaten Suchindex und antwortet mit Zitaten, die die zugrunde liegenden Passagen öffnen. Der beste Anspruch ist nicht „KI weiß alles“, sondern: Du kannst die Belege prüfen und erkennen, wenn deine Dateien keine Antwort enthalten.

Von Dateien zu Belegen

Unterstützt werden PDFs, Office-Dokumente, Code und Klartext, Bilder, Audio und Video. Ist die Textebene eines PDFs unzuverlässig, hilft Vision OCR. Pages-, Numbers- und Keynote-Dateien müssen vorher exportiert werden. Laut Projektdokumentation verarbeitet die App auch sehr große PDFs gestreamt und mit Seiten-Checkpoints.

Bei einer Frage kombiniert OpenIntelligence eine semantische Vektorsuche mit Stichwortsuche, führt Treffer zusammen, sortiert sie neu und stellt eine vielfältige Belegauswahl zusammen. Jedes Zitat führt zu einem Auszug und einer Seite, damit du prüfen kannst, ob die Aussage wirklich aus der Quelle folgt. Bei schwacher Suche soll die App das offenlegen, statt eine flüssige Antwort als Beweis auszugeben.

Es gibt drei Qualitätsmodi. Standard antwortet in einem Durchgang. Deep Think führt mehrere Denksitzungen über wechselnde Kontextfenster aus; Maximum erhöht das Sitzungsbudget für Fragen über eine größere Bibliothek. Für Standard nennt das Projekt einen gemessenen Basiswert: 0,410 Exact Match auf 83 QASPER-Fällen aus 40 Forschungsarbeiten. Das ist ein eng umrissenes Benchmark-Ergebnis, keine allgemeine Genauigkeitsquote. Für Deep Think und Maximum gibt es auf demselben Datensatz noch keine Scores.

Was „Local-first“ hier bedeutet

Laut Repository laufen Dokumentimport, OCR, Embeddings, Indexierung, Suche, Ranking und Antwortprüfung auf dem Gerät. Auch die App-Store-Beschreibung sagt, dass zuerst lokal gesucht wird und kein Drittanbieter-KI-Dienst zum Kernpfad gehört. Unter iOS/macOS 26 ist das dokumentierte Verhalten ausschließlich lokal.

Für iOS/iPadOS/macOS 27 beschreiben sowohl die App-Store-Hinweise zu Version 5.3 als auch das Repository einen optionalen Apple-Private-Cloud-Compute-Pfad (PCC) für den letzten Formulierungsschritt. Vor dem Senden soll die App die ausgewählten Auszüge zeigen und um Zustimmung bitten; Suche und Zitatprüfung bleiben lokal. Es handelt sich nicht um einen beliebigen Drittanbieter-KI-Dienst.

Es gibt aber einen wichtigen Widerspruch in der Release-Dokumentation: Der App-Store-Eintrag zu 5.3 meldet PCC als aktiviert, während die aktuelle GitHub-README sagt, App-Store-Builds würden mit dem neuesten regulären Xcode erstellt und der PCC-Codepfad dabei herauskompiliert. Verlass dich erst auf PCC, wenn du die Route und Zustimmung auf deinem unterstützten Gerät selbst siehst. Die lokale Suche mit Quellenzitaten ist die verlässlichere Grundlage.

Installation über den App Store

Der aktuelle US-Eintrag ist OpenIntelligence im App Store. Apples Lookup nennt Version 5.3 mit Veröffentlichungsdatum 19. September 2026; der Download ist kostenlos, In-App-Käufe sind verfügbar. Erforderlich sind iOS/iPadOS/macOS 26 oder neuer. Laut Store-Beschreibung braucht man Apple-Intelligence-fähige Hardware: iPhone 15 Pro oder neuer beziehungsweise iPad oder Mac mit M1 oder neuer. Als App-Sprache ist Englisch angegeben.

Auf der GitHub-Releases-Seite ist v4.9.0 das neueste Release und damit älter als die App-Store-Version. Für die normale Installation nutze den App-Store-Link; das Repository dient zum Prüfen von Quellcode und Entwicklungsdokumentation.

Lizenz und Zielgruppe

Der Quellcode von OpenIntelligence steht unter MIT-Lizenz. Mit Copyright- und Lizenzhinweis darf er weiterverwendet werden. Apple-Frameworks, App-Store-Dienste und gebündelte Komponenten Dritter erhalten dadurch keine neue Lizenz. Die App lässt sich kostenlos laden und bietet In-App-Käufe; aktuelle Tarifbedingungen stehen im Store.

Die App passt zu Forschenden, Studierenden und Fachleuten, die wiederholt Informationen aus Handbüchern, Papers, Verträgen oder Code nachschlagen und die Quelle kontrollieren wollen. Weniger geeignet ist sie, wenn du eine vollständig lokalisierte Oberfläche erwartest – im Store ist derzeit nur Englisch gelistet – oder für jeden Qualitätsmodus bereits veröffentlichte Genauigkeitswerte brauchst. Teste zunächst eine kleine repräsentative Bibliothek und prüfe die Zitate, bevor du Antworten in wichtigen Entscheidungen verwendest.

Projektübersicht

Lizenz
MIT
Plattform
iOS/iPadOS/macOS 26.0+; laut App-Store-Beschreibung ist Apple-Intelligence-fähige Hardware erforderlich (iPhone 15 Pro+, iPad oder Mac mit M1+)
Sprache
Swift, SwiftUI
Geprüfte Version
App Store 5.3 (veröffentlicht am 19.09.2026); neuestes GitHub Release v4.9.0 (06.08.2026; geprüft am 23.09.2026)

Lizenzübersicht

Der Quellcode im Repository steht unter der MIT License. Für Apple-Frameworks, App-Store-Dienste und Abhängigkeiten Dritter gelten eigene Bedingungen.